Die Stiftung Jovita

Idee, Herausforderung, Konzept

Die Kinder- und Jugendstiftung Jovita wurde im Juni 2002 in Hamburg gegründet. Die Idee zur Stiftungsgründung stammt von Kunden des Bankhauses M. M. Warburg & CO, Hamburg.

Die Idee

Die Idee der Stifter ist es, Kinder und Jugendliche unabhängig von ihren sozialen, kulturellen und religiösen Wurzeln sowie ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung durch kreative Bildungsangebote zu fördern und ihnen Perspektiven für ihre Zukunft aufzuzeigen. Sie sollen dabei unterstützt werden, ihre individuellen Talente, Begabungen und Fähigkeiten zu erkennen und weiterzuentwickeln.

Selbst in wohlhabenden Familien aufgewachsen, verkörpert ihre Initiative den Wunsch, die eigens erfahrene Förderung und Unterstützung auch Kindern und Jugendlichen von heute – insbesondere aus sozialen Randgruppen – zukommen zu lassen. Der Name „Jovita“ verbindet die Begriffe „joy“ und „vita“ und steht für das Credo, jungen Menschen Freude am Leben zu vermitteln und zu ermöglichen.

Die Herausforderung

Jovita engagiert sich für junge Menschen, die heute in einer Gesellschaft steten Wandels aufwachsen.

Eine globalisierte Kommunikations- und Wissensgesellschaft schafft einerseits Chancen und Grundlagen für Lebensentwürfe, birgt jedoch auch Risiken und Verunsicherung, wenn Potenziale unerkannt und ungenutzt bleiben. Immer schneller müssen sich Heranwachsende mit komplexen Entwicklungen auseinandersetzen und den daraus resultierenden Anforderungen gerecht werden.

Mit den Folgen von Armut kämpfen vor allem Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Migrantenfamilien. Sozial Schwächeren bleibt der Zugang zu Kultur und Bildung und den vielfältigen Angeboten der Wohlstandsgesellschaft größtenteils verschlossen. Wo jedoch die Familie als Ort der Erziehung überfordert und der Alltag belastend ist, wird eine erfolgreiche Schul- und Ausbildung sowie eine kreative, sinnvolle Freizeitgestaltung oftmals nicht ermöglicht. Infolgedessen fehlen Perspektiven für die Zukunft.

Jovita stellt sich diesen Herausforderungen. Sie bietet Lösungswege und fördert Angebote, die den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre persönlichen Chancen eigeninitiativ, verantwortungsvoll und motiviert in die Hand zu nehmen, damit sie ihren Platz in der Gesellschaft bewusst finden können.

Das Konzept

Jovita realisiert und unterstützt mit einem präventiven Ansatz Projekte, in denen Kinder und Jugendliche das Spektrum ihrer eigenen Möglichkeiten und die darin liegenden Chancen frühzeitig erkennen können. Die Stiftung schafft dafür Freiräume und fördert Orte, an denen die Interessen der Kinder und Jugendlichen aufgegriffen und ihre Neugier, Kreativität und selbstständigen Handlungen gefördert werden. Räume, in denen sie Erfahrungen sammeln, eigeninitiativ handeln und schöpferisch, kreativ und forschend ihre Fähigkeiten entdecken können.

Über diesen Prozess der aktiven Selbsterfahrung hinaus erleben sich die Heranwachsenden als Teil der Gemeinschaft und erfahren dabei die Notwendigkeit des konstruktiven und respektvollen Umgangs miteinander.

Im Sinne dieser Zielsetzungen hat Jovita bislang zwei große Leuchtturmprojekte realisiert:
die gelbe Villa in Berlin und das musiculum in Kiel.